Firmengeschichte

Firmengründer Melchior Weller

Die Häusergeschichte der Nürnberger Straße 30 in Schwabach

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts teilten sich drei Haushalte das Grundstück unweit des Nürnberger Tors.

Die Eingänge der Rückgebäude 226 und 231 lagen hinterhalb des Hauses 227, der heutigen Nürnberger Straße 30.

 

Beginn der Brautradition

Im Haus 227 wurde durch Johann Leonhard Feuerstein Ende des 17. Jahrhunderts zum ersten Mal Bier gebraut. Er erwarb das radizierte Brauchrecht vermutlich im Jahr 1683 und legte somit den Grundstein für die lange Brautradition auf dem Anwesen. Die optimale Lage über den Felsenkellern ermöglichte es das "Gebräu" auch bei großer Hitze lange und kühl zu lagern.

 

Im Jahre 1835 erwarb der Brauer Georg Friedrich Ruff das Vorderhaus.

20 Jahre später kaufte Ruff eines der Hinterhäuser, ein Jahr später ersteigerte er zudem das Haus mit der Hausnummer 226 für 1.037 Gulden. Der Unternehmer gestaltete das komplette Anwesen zur Brauereinutzung um. Ein Großteil des Anwesens ist bis heute unverändert.

Auf dem Gelände lagerte aber nicht nur der kostbare Gerstensaft. Das Vieh, mit dem die Fässer zur Kundschaft transportiert wurden, lebte in Stallungen im hinteren Bereich der Brauerei.

 

1858 erwarb der Bierbrauer Johann Voelkel alle Häuser um 16.457 Gulden.

Nur sieben Jahre später übernahm Georg Adam Meister den Betrieb des verstorbenen Johann Voelkel.

 

1879 kaufte schließlich unser Firmengründer Melchior Weller die alte Bierfabrik im Schwabacher Norden. Seit dem befindet sich das Anwesen sowie das Unternehmen in Familienbesitz und wird mitterlweile in der 5. Generation betrieben.

 

Unter der Leitung von Karl Weller, der die Brauerei von Alois Weller erbte, wurde im Jahr 1994 zum letzten Mal Bier gebraut. Danach konzentrierte sich das Unternehmen auf den Getränkehandel, den Heimdienstservice und die Verwaltung der eigenen Immobilien.

 

Quelle: Stadtarchiv Schwabach

Bierdeckel - Damals und Heute